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Pädagogisches Konzept

Mein Bild vom Kind- Das Kind als Konstrukteur seiner Entwicklung


Jedes Kind ist einzigartig in seiner Persönlichkeit, seinen Anlagen und seinen Stärken. Ich, als Tagesmutter, biete mich dem Kind an, unterstütze es bei seinem Tun und bin Vorbild und Wegbegleiter. Ich ermögliche es dem Kind seine eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und lasse ihnen Raum diese zu erproben und weiterzuentwickeln. Jedes Kind hat dabei sein eigenes Tempo.

Die Kinder erfahren bei mir Selbstwirksamkeit und Partizipation. Sie erkennen, dass sie als Persönlichkeit wahrgenommen werden und Dinge selbst bestimmen und schaffen können. Ganz alltagsnah bedeutet das, dass die Kinder Zeit bekommen selbst wirksam zu werden, Zeit bekommen sich auszuprobieren, sich selbst zu spüren in ihrem eigenen Tempo.
Die Kinder werden in möglichst viele Entscheidungsprozesse mit einbezogen. Vor allem im Freispiel oder bei Spaziergängen können die Kinder sehr gut als Impulsgeber fungieren. 

Für kleine Kinder ist der gesamte Tag ein spannender Lernprozess: es wird die Umgebung erforscht, verschiedenste Eindrücke werden verarbeitet und die Sinne werden ausgiebig getestet. Sie lernen viel über ihren Körper, die verschiedenen Arten von Kommunikation und imitieren das Verhalten von Erwachsenen sowie von anderen Kindern. Für eine gute Entwicklung ist es wichtig, die Kinder in einem behüteten Umfeld, immer wieder zu ermutigen neue Erfahrungen zu sammeln, um daraus langfristig zu lernen.

Meine Ziele

- Förderung der Selbstständigkeit und des Selbstbewusstseins

Mir liegt viel daran die Kinder zu selbstständigen Persönlichkeiten zu erziehen, die sich ihrer Selbst bewusst sind. Daher finde ich es wichtig, die Kinder nicht permanent zu bespaßen, sondern ihnen Freiraum zu geben sich selbst zu entfalten und Spielmöglichkeiten zu finden. Dies gelingt vor allem im täglichen Freispiel, bei dem die Kinder selbst entscheiden was sie spielen möchten. Dabei bin ich für die Kinder immer als Unterstützung dabei und kann Hilfestellung anbieten. Auch die Bewältigung kleinerer haushaltsnaher Aufgaben im Alltag, je nach Alter und Bereitschaft der Kinder, hilft den Kindern dabei sich selbst als wirksam zu erleben.


- Förderung des sozialen Umgangs miteinander

Ein positiver, harmonischer Umgang miteinander ist mir wichtig. Die Kinder lernen bei mir von klein auf gegenseitige Rücksichtnahme und Toleranz gegenüber anderen. Vor allem kleinere Kinder drücken oft mit Taten ihre Gefühle aus.  Hier ist es meine Aufgabe genau hinzuschauen und den Kindern gegebenenfalls andere Verhaltensweisen an die Hand zu geben, mit schwierigen Situationen umzugehen.


- Förderung der Motorik

Durch den täglichen Aufenthalt im Freien haben die Kinder die Möglichkeit sich auf verschiedenste Weise motorisch weiterzuentwickeln. Es stehen den Kindern verschiedene Fahrzeuge zur Verfügung, wir spielen mit unterschiedlichen Bällen, die Kinder können rutschen, schaukeln und herumrennen. Auch Treppensteigen oder balancieren kann bei mir sehr gut geübt werden.

Den Kindern stehen täglich Stifte, Fädelspiele und anderes zur Förderung der Feinmotorik zur Verfügung. Auch Bastelangebote finden hier ihren Platz.


- Förderung der Sprache

Den Kindern stehen verschiedene Bilderbücher zur freien Verfügung. Diese können sehr gut in den Tagesablauf integriert werden und alleine oder auch zusammen angeschaut werden. Durch die tägliche Interaktion der Kinder mit mir können die Kinder ihren Wortschatz erweitern. Ich achte auf eine dem Alter angemessene Sprache und begleite, vor allem bei kleineren Kindern, mein Handeln sprachlich. Regelmäßig singen wir zusammen, sagen Verse auf und machen Fingerspiele.


Mir ist es wichtig, ganz individuell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten Ihres Kindes einzugehen, um es gezielt zu unterstützen.

Ernährung

Essen und Trinken nimmt in der Kindertagespflege einen großen zeitlichen Anteil ein – über den Tag verteilt sind es mehrere Mahlzeiten, die wir zusammen einnehmen. Eine kindgerechte Ernährung ist für die gesunde Entwicklung wichtig – das bedeutet bei mir, es gibt eine Vielzahl an frischer und abwechslungsreicher Kost. Die täglichen Mahlzeiten werden frisch zubereitet. Beim Essen lernt das Kind verschiedene Obst- und Gemüsesorten kennen, sowie welche verschiedenen Geschmacksrichtungen es gibt. Die Kinder können sich dazu die Zeit nehmen, die sie brauchen und auch selbst entscheiden was und wieviel sie von den angebotenen Speisen essen. 

Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes

Die Phase der Eingewöhnung ist sowohl für das Kind, als auch für die Eltern von großer Bedeutung – beide müssen Vertrauen zu mir aufbauen. Die Eingewöhnungsphase ist sehr individuell gestaltet: die Kinder reagieren unterschiedlich auf Veränderungen und manche Kinder benötigen mehr Zeit, um sich auf eine neue Umgebung und eine neue Bezugsperson einzustellen. Durch meine Erfahrungen weiß ich, wie man diesen Prozess optimal begleitet und jedem Kind die Möglichkeit gibt, sein eigenes Tempo anzuwenden. Auch für mich ist diese Phase immer wieder spannend und ich freue mich darauf, ein neues Kind kennenzulernen und eine vertrauensvolle Beziehung entstehen zu lassen.

Je nach Kind dauert die Eingewöhnung zwischen einer und vier Wochen. Sollte es einmal länger dauern, ist das auch in Ordnung – das Kind und die Eltern bestimmen das Tempo. Am Anfang der Eingewöhnung besucht das Kind zusammen mit einem Elternteil unsere Kindertagespflege und sie verbringen gemeinsam einige Stunden hier, wobei sie die neuen Räume, die anderen Kinder und den Tagesablauf kennenlernen.

Hier steht vor allem die Kontaktaufnahme zwischen mir und ihrem Kinder im Vordergrund. Ich versuche durch das Spiel Kontakt zu ihrem Kind aufzunehmen und es zum Mitspielen zu bewegen. Sie als Eltern können sich dabei im Hintergrund halten, sollten aber jederzeit greifbar für ihr Kind sein.

Sobald die ich eine erste Beziehung zu ihrem Kind herstellen konnte und ihr Kind gelöst von Ihnen mit mir spielt findet die erste räumlich Trennung statt. Sie verlassen für ein paar Minuten den Raum und sind außer Sichtweite ihres Kindes. Bei Problemen befinden sie sich in unmittelbarer Nähe und sind schnell wieder da.

Im nächsten Schritt verlassen Sie unsere Kindertagespflege für eine Weile – bleiben aber natürlich in der Nähe. Die Dauer der Abwesenheit des Elternteils steigern wir je nach Fortschritt der Eingewöhnung. Ich beobachte Ihr Kind in dieser Zeit sehr aufmerksam und wir besprechen dann die Erfahrungen, die Ihr Kind in Ihrer Abwesenheit gemacht hat. Die Eingewöhnungsphase ist beendet, wenn sich Ihr Kind wohl bei mir fühlt, gut ins Spiel findet und sich von mir in unterschiedlichen Situationen gut trösten lässt. 

Die Eltern sind ein wichtiger Teil der Erziehungspartnerschaft

Eltern sind die Experten ihrer Kinder.

Für eine gute Zusammenarbeit zwischen Ihnen als Eltern und mir ist eine vertrauensvolle Basis sehr wichtig. Sie kennen ihr Kind am besten und ich kann von diesem Wissen nur profitieren. Daher ist es für mich wichtig schon in einem ersten Informationsgespräch schon viele Informationen von ihnen und ihrem Kind (Tagesablauf, Rituale...) zu erhalten. So kann ich mich gut auf die Arbeit mit ihrem Kind vorbereiten und ihm die Zeit der Trennung von Ihnen erleichtern.

In täglichen, kurzen Tür- und Angelgesprächen gebe ich ihnen Informationen bezüglich ihres Kindes den Tag betreffend weiter. So erfahren Sie, was ihr Kind den Tag über gemacht hat, wie es geschlafen und gegessen hat und ob es sonstige besonderen Vorkommnisse gab. Für mich und meine Arbeit ist es wichtig, dass auch Sie mir morgens kurz mitteilen ob es etwas besonderes gibt. Kinder spiegeln Erlebnisse oft durch ihr Verhalten wieder. So fällt es mir leichter verschiedene Verhaltensweisen einzuordnen und angemessen darauf zu reagieren.

Nach Abschluss der Eingewöhnung möchte ich gerne ein kurzes Reflexionsgespräch anbieten, bei dem wir gemeinsam die Eingewöhnung ihres Kindes reflektieren können. Außerdem biete ich Ihnen einmal im Jahr ein Entwicklungsgespärch an.

 Es ist mir wichtig eine respektvolle und gute Kommunikation mit ihnen zu pflegen. 

Routine im Tagesablauf – für kleine Kinder besonders wichtig

Unser Tag ist in verschiedene Abschnitte unterteilt, die immer wiederkehren und so Vertrauen und Verlässlichkeit für die Kinder bringen. Einzelne Tätigkeiten, wie Hände waschen, die Mahlzeiten oder natürlich der Mittagsschlaf strukturieren den Tag – die Kinder entwickeln eine Routine und lernen Abfolgen in einem Tagesablauf. Zwischen diesen festen Strukturen gibt es täglich wechselnde Angebote, die den Tag lebendig und abwechslungsreich gestalten – uns wird bestimmt nie langweilig.

Auch die Kinder können mitentscheiden, welche Spiele, Tätigkeiten oder Ausflüge wir an einen Tag machen oder auch für die nächsten Tage planen. Die Kinder lernen Wünsche zu äußern und im sozialen Miteinander auf die Wünsche Anderer einzugehen.